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Standortkultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Verleihung der Silberplakette
Auszug aus dem Werkbericht zum Bundesweitem Wettbewerb 2001 - 2002
"Leben in historischen Innenstädten und Ortskernen - Zukunft für urbane Zentren und Räume. Erhaltende Stadterneuerung, städtebaulicher Denkmalschutz und Stadtgestaltung"
 

Erarbeitet von:

Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung - IRS


Im Zusammenwirken mit:

Bundesbewertungskommission



Wettbewerbsbeitrag:

Dargestellt wird, wie in Verbindung mit der Burg Mildenstein (Freistaat Sachsen) die Stadt die Sanierung der ehemaligen Vorburg im Interesse der Tourismusentwicklung anpackt.

Protokoll der Bewertungskommission
Obwohl der Wettbewerbsbeitrag ein relativ kleines Gebiet der Altstadt, den sogenannten Burglehn, die ehemalige Vorburg, thematisiert, wurde deutlich, dass dieses Gebiet für die Entwicklung der Gesamtstadt ein Ort von zentraler Bedeutung ist. Als Scharnier und Bindeglied zwischen der Stadt und der in Landeseigentum befindlichen Burg Mildenstein werden mit der Sanierung und Vitalisierung des Burglehns vielfältige positive Effekte erzielt. Die Burg Mildenstein wird nach der beabsichtigten weiteren Sanierung und durch den Ausbau des bereits vorhandenen Museums ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt sein, der auf die Stadt ausstrahlt.

Daneben ist die Zusammenarbeit der Stadt mit anderen Städten der Region zu Fragen des Handels und Gewerbes positiv hervorzuheben. Durch gezielten Ankauf von Altstadtgrundstücken mit behutsamen Eingriffen in die Bausubstanz werden Freiflächen "auf Zeit" geschaffen. Damit versucht die Stadt, den Folgen des Bevölkerungsrückgangs städtebaulich zu begegnen. Diese Strategie bezieht nicht nur die Kernstadt ein, sondern ist in eine gesamtstädtische Konzeption eingebettet.

Bemerkenswert ist die ausdauernde Konsequenz, mit der die Stadt eine hohe Identifikation bei der Stadtbevölkerung erreicht. Die Vielfältigkeit der Maßnahme: (Stützmauersanierung, Grundstücksvergaben zu günstigen Konditionen, intensive Beratung und Unterstützung durch die Stadt) und insbesondere die Einbeziehung der städtischen Vereine sowie die Durchführung vieler unterschiedlicher Veranstaltungen wie z.B. das jährliche Burgfest tragen hierzu bei. Mit zahlreichen weiteren kleinen aber effektiven Maßnahmen, so z. B. der Freistellung von Gebühren für die Straßenbenutzung durch die Einzelhändler, werden Impulse für die Belebung der Altstadt gegeben.

Der Wettbewerbsbeitrag verdeutlicht, dass mit diesen Aktivitäten richtige Prioritäten gesetzt wurden und so eine für die Gesamtstadt nachhaltige positive Entwicklung erreicht werden kann.

Der Sanierung des zur Wendezeit als Problemgebiet geltenden Leisniger Burglehns liegt als tragende Idee die Wiedergewinnung und Stärkung der Stadtidentität sowohl nach Innen wie nach Außen zugrunde. Die vorhandene Bausubstanz und der Wille der Bürger, in dieser historischen Substanz zu leben, rechtfertigt dieses Vorgehen nicht nur, sondern zeigt bereits deutlich Annäherungen an das Ziel, ganz Leisnig zu einem unverwechselbaren und attraktiven Ort mit hohem Wohnwert werden zu lassen.

Bemerkenswert ist die Qualität der baulichen Maßnahmen im Wettbewerbsgebiet. Man spürt das Bestreben, kaum etwas dem Zufall zu überlassen, weder die Gesamtform noch das Detail, weder die Neunutzung noch die Farbgebung. So lässt die Stadt heute schon - bevor alle Stadterneuerungsmaßnahmen abgeschlossen sind - ein durchgängig der historischen Situation verpflichtetes Stadtbild erkennen, das trotz ordnender Hand eine sympathische Vielfalt bewahren konnte.

Die hohe Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt hat zu einem erfolgreichen Stadterneuerungsprozess beigetragen, der vor allem durch die integrierende Kraft des Bürgermeisters getragen wird. Die durch ihn initiierte informelle Zusammenarbeit aller Akteure ist zudem von großer Übereinstimmung im Ziel der Revitalisierung des historischen Stadtraums zu einem touristischen Anziehungspunkt und lebenswerten Zentrumskern dieser Kleinstadt geprägt. Hervorzuheben ist die Einbindung des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins bei der Belebung der Innenstadt u. a. durch das jährliche Burg- und Altstadtfest oder die Kooperation mit der stadtbekrönenden Burg Mildenstein. Stadt und Burgrevitalisierung bedingen sich gegenseitig, daher ist eine enge Zusammenarbeit der Akteure unabdingbar. Das auf der Burg etablierte Vereinsbüro ist dabei hervorzuhebendes Beispiel der koordinierenden Zusammenführung von ansonsten eigenständiger ehrenamtlicher Arbeit, welche eine gute Basis für die fundierte Verankerung der Bürgerschaft im Stadtorganismus ist. Die Lebendigkeit kommt z.B. zum Ausdruck durch deren Spontanität und der Tatkraft.

Der Bürgermeister der Stadt Leisnig konnte in dem Bundeswettbewerb die Silberplakette mit Urkunde für Gesamtleistungen entgegennehmen.

 


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