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Burg- und Altstadtfest 2011 - Rückblick
 

Pressespiegel: "Döbelner Allgemeine Zeitung" am 22.08.2011

Burg- und Altstadtfest eröffnet

Ehrenhumpen für Leisnigs Stadtwache

Altstadtfest 2011

Das Leisniger Burg- und Altstadtfest hat begonnen: Erzritter Heiner Stephan überreicht im Namen der Leisniger Ehrenritter einen Humpen mit fünf Litern Bier an Klaus Ziegler, Hauptmann der Leisniger Stadtwache. Foto: Jürgen Kulschewski

Sie werden einen der härtesten Jobs vom Burg- und Altstadtfest haben, aber auch einen der lustigsten. Spätestens seit Freitagabend ist das auch garantiert, denn die Männer der Leisniger Stadtwache können nun ihre Erfrischungen aus einem neuen Ehrenhumpen zu sich nehmen.
Während die ersten Gäste noch verhalten die Handwerkerstraße besuchten, war in der Kirchstraße das große Hallo schon programmiert. Den Ehrenkrug mit Widmung und dem Inhalt von fünf Litern Bier gab es bei Monika und Claus-Dieter Andrä auf deren Grundstück an der Kirchstraße. Traditionell rückt die Stadtwache um deren Hauptmann Klaus Ziegler dort am ersten Tag des Burg- und Altstadtfestes ein, denn es hat sich längst herumgesprochen: Da gibt es immer etwas Leckeres zu bechern.
Dass es am Freitag noch den Ehrenkrug oben drauf gab, hat seine Bewandtnis: In diesem Jahr feiern die Angehörigen der Leisniger Stadtwache das 15-jährige Bestehen. Deshalb ließ es sich auch der Erzritter Heiner Stephan nicht nehmen, die Mannen um Ziegler zu ihrem kleinen Jubiläum persönlich zu beglückwünschen.

Text: Steffi Robak


Pressespiegel: "Döbelner Anzeiger" am 22.08.2011

Der letzte Auftritt der Leisniger Hexen

Am Sonntag wird das Geheimnis gelüftet: Auch Hexen haben eine Auszeichnung verdient.

Altstadtfest
Sylvia Banze und Beate Reißmann haben ihren Spaß daran, von der Stadtwache abgeführt zu werden. Allerdings zum letzten Mal, denn die beiden Hobby-Hexen hatten gestern ihren letzten Auftritt. Foto: Dietmar Thomas

Sylvia Banze (geb. Zimmermann) hat wieder ein rußverschmiertes Gesicht und trägt das Gewand aus Kartoffelsäcken. Beate Reißmann ist noch schick in Corsage und langem Rock. Beide sind aufgeregter als sonst, denn das letzte Mal bei der Hexenverbrennung ist genauso spannend wie das erste vor Jahren.

„Ich bin immer froh wenn es vorbei ist“, gesteht Sylvia. Sie meint den Hexenprozess, der traditionell beim Altstadtfest stattfindet. „2003 wurde das in Bünde zum ersten Mal gemacht. Dort wurde eine Hexe gesucht und da ich dort wohne, habe ich mich gleich gemeldet“, erklärt sie, wie sie dazugekommen ist, alljährlich auf den Scheiterhaufen zu steigen.

Im gleichen Jahr wurde die Aufführung in Leisnig übernommen. „2004 bin ich dann dazugekommen und seitdem machen wir das gemeinsam“, berichtet Beate Reißmann. Aus Heimatverbundenheit machen beide mit: „Ich habe 700 und Sylvia 400 Kilometer Anreise, aber das Fest steht immer im Kalender“, bestätigt sie.

Urlaub nehmen, Familie einpacken, am Vortag anreisen, Programm abstimmen – all das gehörte in den letzten acht Jahren für sie zum Altstadtfest wie die Stadtwache am Tor. „Wir haben uns beide überlegt, dass es an der Zeit ist, aufzuhören und andere nachrücken zu lassen,“ erklärt Sylvia Banze. Was im nächsten Jahr stattdessen stattfindet, wird noch nicht verraten.

Bevor es aber soweit ist, müssen beide Hexen nochmal ran: Die Stadtwache kommt und führt die protestierenden Frauen umringt von vielen Schaulustigen vom Burglehn zum Markt. Kein Jammern, Unschuldbeteuerungen und auf den Boden werfen helfen, sie werden vors Gericht gezerrt. „Sie sollen brennen!“, tönt es von allen Seiten aus dem Publikum.

Damit auch jeder alles mitbekommt, haben die Darsteller Mikrofone und können so gut verstanden werden, als sie die vermeintlichen Hexen befragen und die Folterinstrumente vorstellen.
An beiden Festtagen gestehen sie erst bei der Folterstufe vier und landen dann doch auf dem Scheiterhaufen. Doch selbst danach sind sie noch nicht entlassen: Hauptmann Gutedel vom Amtsberg, Klaus Ziegler, zeichnet die Darstellerinnen Sylvia und Beate aus: Sie erhalten einen Ablassbrief mit dem sie „die nächsten 365 Tage allen Künsten der Zauberei und Hexerei fröhnen dürfen.“ Und zur Ehrung hat der Rat der Weisen entschieden, dass sie nach acht Jahren Mitwirkung ebenfalls beide die Goldene Maske und damit einen Stein vor dem Stiefelhaus erhalten. Die feierliche Einsetzung beendet so die Karriere der Leisniger Hexen. Die Stadtwache kündigt aber an, dass sie weiter auf der Jagd nach selbigem bleiben werden.

Text: Claudia Erbert
 


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