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Ehrenamtskarte für die Kameraden der Leisniger Feuerwehr
P r e s s e s p i e g e l "Döbelner Anzeiger" am 20.03.2010:
 

"Helfer baden, lesen und feiern ab sofort kostenfrei"

Die ersten Feuerwehrleute haben eine Ehrenamtskarte bekommen. Damit würdigt die Stadt deren teils gefährlichen Einsatz.

Ehrenamtskarte FFw

Bürgermeister Tobias Goth (CDU, hinten M.) hat gestern die ersten Ehrenamtskarten an Feuerwehrangehörige überreicht. Die Empfänger waren unter anderem (v. l.): Günter Niemz, Andreas Beha, Veronika Gentzsch, Bernd Starke, Gunnar Gasteiger, Jürgen Rockstroh und Christian Ludwig.

Einen Kritikpunkt hat Gemeindewehr-leiter Bernd Starke bei der gestrigen Jahreshauptversammlung von seiner Liste gestrichen - oder zumindest weniger hart formuliert: die mangelnde Anerkennung des Ehrenamtes. Denn das tut Leisnig in einem ersten Schritt mit der Ehrenamtskarte. Diese haben die ersten Feuerwehrleute ausgehändigt bekommen.

Mit der Karte haben Feuerwehr-angehörige freien Eintritt in kommunale Einrichtungen wie Bibliothek und Stadtbad sowie zum Burg- und Altstadtfest.


Die Karte erhalten alle 145 Mitglieder der Feuerwehr Leisnig - vom Jugendlichen bis zum Alterskamerad. Alt-Wehrleiter Günter Niemz freute sich, dass an die ehemals Aktiven gedacht wurde.

Trotz einer Stärke von 72 Einsatzkräften ist das Personalproblem für den Feuerwehrchef ein chronisches. Besonders tagsüber fehlen immer wieder Männer, die ausrücken. Eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen, ist für Starke trotzdem keine Alternative. Um die Aufgaben weiterhin lösen zu könnten, appellierte er, noch stärker als bisher abteilungsübergreifend zusammenzuarbeiten. Auch das Miteinander über die Stadtgrenzen hinaus sei aus Sicht des Wehrleiters wichtig und habe sich im Vorjahr in Saalbach und Polkenberg bewährt.

Insgesamt 34 Einsätze sind die Leisniger Feuerwehrleute 2009 gefahren. Zwei Mal waren die Kameraden aus Brösen und Gorschmitz dabei, ein Mal die Minkwitzer. 750 Stunden stehen dafür zu Buche.

Für Brösen/Gorschmitz als stärkste Abteilung soll als nächstes ein Löschfahrzeug angeschafft werden. Auch der Leisniger Rüstwagen, Baujahr 1988, ist aus Sicht des Wehrleiters in absehbarer Zeit zu ersetzen. Besonders dafür forderte Bernd Starke Unterstützung vom Landkreis ein, weil die Leisniger mit ihrer Technik überörtlich im Einsatz sind, so zum Beispiel auf der Autobahn. Allein im Vorjahr halfen sie zwölf Mal außerhalb der Stadtgrenzen.

Vizekreisbrandmeister Wolfgang Störr sagte diese Hilfe zu - ohne sich darauf festzulegen, wie sie aussieht. "Wir haben im Landkreis Mittelsachsen 241 Ortsfeuerwehren und jede hat Wünsche", so Störr. Er empfahl, den Rüstwagen weiterhin liebevoll zu pflegen.


Text: Heike Stumpf / Foto: André Braun

 


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