Unweit der Stadt Leisnig - umflossen von der Freiberger Mulde - liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Buch. Es wurde 1192 auf Initiative des Leisniger Burggrafen Heinrich I. gegründet und existierte als Mönchskloster bis zu seiner Auflösung im Zuge der Reformation 1525/26.
Von einer Bruchsteinmauer umgeben, umfaßte die Anlage ursprünglich eine romanische Pfeilerbasilika mit daran anschließendem Kapitelhaus, den Klausurbereich mit Kreuzgang, den Siechenhauskomplex, das Abthaus mit Kapelle sowie Wirtschaftsgebäude.
Nach ihrer Auflösung wurde die Klosteranlage bis vor wenigen Jahren fast durchgehend landwirtschaftlich genutzt. Inzwischen baulich stark verändert, wurde sie von dem 1997 gegründeten Förderverein Kloster Buch e.V. übernommen und wird schrittweise zu einem regionalen Zentrum im ländlichen Raum umgestaltet. Es finden regelmäßig Führungen durch die Klosteranlage statt, es werden verschiedene Ausstellungen gestaltet. Einige Veranstaltungen haben bereits ihren festen Platz im regionalen Kulturkalender gefunden, so die monatlichen Bauernmärkte (ab April), das Kloster- und Erntedankfest im September und die Open-Air-Konzerte im Sommer. Gefördert durch das EU-Program RECITE II, findet im Rahmen des Projektes NCE (Network-Culture-Economy) auf den Gebieten Denkmalschutz, Frauenbeschäftigung und umweltfreundlicher Tourismus eine enge Kooperation mit internationalen Projektpartnern statt.
Der Förderverein versteht sich als eine dem öffentlichen Interesse dienende Plattform, die alle Initiativen und Maßnahmen zu Erhalt, Erforschung und Erschließung der kulturhistorischen und überregional bedeutsamen Klosteranlage Buch koordiniert. Hauptziel des Vereins ist, langfristig eine sinnvolle kulturelle, touristische und wirtschaftliche Nutzung des Klosters herbeizuführen und dabei folgende Akzente zu betonen: