1.
Informieren Sie sich bei Ankündigung des Deutschen Wetterdienstes über flächendeckende Starkniederschläge, über mögliche Hochwassergefahren:

2.
Ab Hochwasserwarnstufe III ist das Lagezentrum der Stadt Leisnig besetzt. Für Informationen und Beratung in allen Fragen des Hochwasserschutzes wie z.B.:
ist Ihnen das Lagezentrum Telefon: 034321/66620 gern behilflich.
Bei Problemen und Notfällen bezüglich Strom-, Wasser- und Gasversorgung helfen Ihnen die
zentralen Entstörungsdienste:
3.
Notieren Sie sich die aktuellen Wasserstände der Freiberger Mulde und legen Sie die für Sie wichtigsten Bezugspunkte im Grundstück hierzu fest.
4.
Wenn Sie Neubürger / Neubürgerin in einem hochwassergefährdetem Gebiet sind und zum ersten Mal mit Hochwasser zu tun haben, lassen Sie sich durch alteingesessene Bewohner/innen beraten und nutzen Sie deren Erfahrung. Außerdem stehen Ihnen die Mitarbeiter, der am Hochwasserschutz beteiligten Ämter, der Stadt Leisnig zur Beratung zur Verfügung.
5.
Räumen Sie früh genug Keller, Garagen und tiefer liegende Räume. Räumen Sie von vornherein so, dass nicht mehrmals das gleiche Mobiliar in die Hand genommen werden muss. Die Feuerwehr kann nur in Ausnahmefällen helfen. Treffen Sie geeignete Maßnahmen zur Sicherung Ihres Gebäudes vor eindringendem Wasser. Verwenden Sie dabei eigene Hilfsmittel. Die Stadt ist nicht in der Lage, alle gefährdeten Gebäude ausreichend mit Hilfsmaterial zu versorgen. Berücksichtigen Sie auch bei jeder angedachten Bau- oder Sanierungsmaßnahme mögliche Hoch- und Grundwassereinwirkungen. Setzen Sie Ihre Eigenleistung auch während der Hochwasserperiode fort. Bei Ortsabwesenheit sichern Sie Ihre Erreichbarkeit und verlassen Sie sich nicht auf andere.
6.
Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Kranke und pflegebedürftige Personen möglichst bei Verwandten und Freunden untergebracht werden. Ist dies nicht möglich, melden Sie sich rechtzeitig beim Lagezentrum der Stadt Leisnig bzw. bei den Hilfsorganisationen, damit die ärztliche Versorgung und medizinische Betreuung aufrechterhalten werden kann. Denken Sie daran, die Hilfsorganisationen können nicht wegen Kleinigkeiten kommen. Bei besonderen Gefahren für die Gesundheit rufen Sie die Notrufnummern an oder wenden Sie sich an das Lagezentrum.
7.
Sorgen Sie rechtzeitig für eigene persönliche Hilfsmittel (siehe letzte Seite). Denken Sie daran, dass die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen ihre Ausrüstungen selbst benötigen und nicht ausleihen können.
8.
Zentrale Sandsackfüllstelle für die Stadt ist der Bauhof am Eulenberg.
9.
Sorgen Sie dafür, dass der Strom in den überfluteten Räumen abgeschaltet wird. Sorgen Sie für Notbeleuchtung. Setzen Sie sich rechtzeitig mit der ENVIA in Verbindung, ob und wann Ihr Gebiet voraussichtlich generell abgeschaltet wir.
10.
Treffen Sie mit Ihren Nachbarn eine Vereinbarung für den Fall, dass Ihr Telefon ausfällt.
11.
Das Lagezentrum leistet, nach Möglichkeit, in Notfällen Hilfe, um betroffene Grundstücke zu erreichen und setzt bei entsprechenden Wasserständen auch verfügbare Schlauchboote der Feuerwehr ein.
12.
Schützen Sie Ihre Heizungsanlage. Schalten Sie Brenner, Thermen usw. rechtzeitig ab, damit diese im abgekühlten Zustand ausgebaut werden können. Denken Sie daran: die örtlichen Heizungsinstallateure haben bei drohendem Hochwasser viel zu tun. Vergessen Sie bei Gasheizungen nicht, die Gasventile zu schließen.
13.
Sichern Sie Ihre Öltanks und die Anschlussleitungen durch eine fachgerechte Befestigung (z.B. Verankerung) gegen Auftrieb. Zusätzlich können Sie, um den Druck bei steigendem Wasser zu reduzieren, alle Tanks rechtzeitig vollständig auffüllen. Dazu sollten Sie auch Trinkwasser nutzen, denn eine Entsorgung des Gemischs ist bedeutend kostengünstiger als der zu erwartende Schaden, bei aufschwemmenden, halb vollen Öltanks. Entfernen Sie Behälter mit Altöl, Chemikalien, Farben, Lacken, Wasch- und Reinigungsmittel usw. aus hochwassergefährdeten Räumen. Öl und andere wassergefährdende Stoffe verschmutzen nicht nur das Wasser und Ihre Räume, sondern auch Ihre Umgebung und Umwelt. Sollten trotz aller Sicherungen umweltgefährdende Stoffe austreten, verständigen Sie umgehend das Lagezentrum. Jede Zeitverzögerung verschlimmert den Schaden um ein Vielfaches.
14.
Fahren Sie PKW und sonstige Fahrzeuge aus den hochwassergefährdeten Garagen oder von Parkplätzen. Behindern Sie dabei nicht die Hilfsorganisationen oder Ihre Nachbarn. Erkundigen Sie sich frühzeitig, wo Sie Ihre Fahrzeuge abstellen können. Zum Abstellen Ihrer Fahrzeuge stehen alle öffentlichen Parkplätze und Straßen oberhalb der Hochwassergebiete in der Stadt und den Ortsteilen zu Verfügung.
15.
Die Feuerwehr stellt während der Hochwasserphase grundsätzlich keine Pumpen zur Verfügung, um eindringendes Wasser aus Kellern und sonstigen Räumen abzupumpen. Wenn Sie selber pumpen, bedenken Sie, dass stark unterschiedliche Druckverhältnisse zum Eindrücken von Kellerböden und Wänden führen können.
16.
Befolgen Sie die Anweisungen des Lagezentrums der Einsatzkräfte der Feuerwehr und Wasserwehr
oder anderer Hilfsorganisationen vor Ort. Sie verfügen über entsprechende Erfahrungen bei Schadensfällen.
17.
Das bei höheren Wasserständen ebenfalls steigende Grundwasser gefährdet selbst weiter von der Freiberger Mulde entfernte tiefliegende Grundstücke. Auch bei Rückgang des Hochwassers ist aufgrund des noch weiter steigenden Grundwassers eine Überflutungsgefahr gegeben. Kontrollieren Sie deshalb öfters Ihre Kellerräume und treffen Sie Vorsorgmaßnahmen.
Empfohlene Hilfsmittel:
Nachfolgende Sammelplätze sind für eine Evakuierung vorgesehen:
Achtung: Aus den Erfahrungen der Hochwasserkatastrophe 2002 sind die Sofortunterkünfte bei der Verwandtschaft sehr wichtig. Klären Sie bitte dies Möglichkeit so früh wie möglich ab.