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Stadtkirche St. Matthäi
Evangelisch-Lutherische Kirche in Leisnig
 
St. Matthäi Kirche - Ansicht Turmspitze
St. Matthäi Kirche - Ansicht Gebäudeteil
St. Matthäi Kirche - ansicht Gebäudeteil
Fotos: A. Fischer
 
 

Leisnig, auch "Stadt auf dem Berge" genannt, ist mit dem Turm der Stadtkirche St. Matthäi schon von weitem zu sehen. Zwischen 1460 und 1484 wurde diese spätgotische Hallenkirche errichtet. Vom romanischen Vorgängerbau ist außer den Mauern des Turmuntergeschosses nichts vorhanden.
Die Geschichte der Kirche ist eng mit der Geschichte der Stadt Leisnig verbunden. Als 1547 Kaiser Karl V. mit seinen Truppen auf dem Weg zur Schlacht bei Mühlenberg (Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Evangelischen) durch Leisnig zog, war die Stadt zum Niederbrennen bestimmt. Einer der Offiziere im Heer des Kaisers soll ihn darauf aufmerksam gemacht haben, daß Leisnig die Geburtsstadt seines Hofastronomen Peter Apian sei, worauf Stadt und Kirche verschont blieben.
90 Jahre später, 1637 im Dreißigjährigen Krieg, ging es für Stadt und Kirche nicht so glimpflich ab. Die Schweden brannten Stadt und Kirche nieder. Kirche und Kirchenturmdach brannten ab, das Innere der Kirche brannte aus, die Gewölbe hielten stand. Der heutige Besucher kann sich an dem schönen Sterngewölbe im Kirchenschiff und am Netzgewölbe im Altarraum erfreuen. Ein Jahr darauf, 1638, wurde der Taufstein von einer Leisniger Familie gestiftet - ein Zeichen dafür, daß kirchliches Leben auch unter schwierigen äußeren Bedingungen fortgesetzt werden kann. 1663 bis 1664 entstand der Altar, das Werk des Bildhauers Valentin Otte und des Malers Johann Richter. Mit dem Altar hat die versammelte Gemeinde die Aussagen des zweiten Artikels des Glaubensbekenntnisses von Jesus Christus vor sich, ganz unten Einsetzung des Heiligen Abendmahles, von unten nach oben die Geburt Jesu, Jesus im Garten Gethsemane und an der Geißelsäule bilden die Seitenstücke für die lebensgroße Gestalt des Schmerzensmannes mit der Dornenkrone, darüber weisen zwei Bilder aus dem Alten Testament auf Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi hin, gekrönt wird der Altar durch die Darstellung von Jesu Himmelfahrt. Die Kanzel stammt aus der 1906 abgebrochenen Hainichener Stadtkirche und kam erst 1962 in die Leisniger Kirche. Eine ehemalige Südkapelle dient heute als Eingangshalle, eine ehemalige Nordkapelle als Sakristei. In der Eingangshalle führt der Weg ins Kircheninnere vorbei an einer Gedenkstätte für die Opfer beider Weltkriege.
1862 baute die Firma Jehmlich eine Orgel mit 32 Registern (klingenden Stimmen), die nicht nur zu Gottesdiensten, Taufen und Trauungen erklingt, sondern auch zu Orgelkonzerten (Leisniger Orgelsommer) und Zuhörer von nah und fern erfreut. Seit 1581 gibt es eine Kantorei. Zum Dienst der heutigen Kantorei gehört die musikalische Ausstattung von Gottesdiensten und die Aufführung kirchenmusikalischer Werke (z.B. Weihnachtsoratorium). So hat jeder zur Erhaltung des Gotteshauses und zur Ausgestaltung beigetragen. Zu allen Zeiten hat die Leisniger Gemeinde das Gotteshaus mit kirchlichem Leben erfüllt. Es stand und steht aber auch offen für Menschen die nicht zur Kirchengemeinde gehören - so kamen z.B. ab Oktober 1989 Christen und Nichtchristen in den "Montagsandachten" zum Gebet um Frieden zusammen.
Es lohnt sich, St. Matthäi zu besuchen - zu einem Gottesdienst oder zu einer Kirchenmusik, oder einfach so zu "Stille-Werden" in einem schönen Kirchenraum. Vielleicht erfahren Sie dann auch noch etwas von der Leisniger Kastenordnung, die manche die erste Sozialordnung in Deutschland nennen - aber das ist ein Kapitel für sich.

Pfarrer G. Mauersberger, Pf.i.R.



Dank umfangreicher Förderungen von Land, Bund, Stadt und Landeskirche sowie zahlreicher Spenden von Gemeindemitgliedern wurde es 2002 bis 2005 möglich, den Kirchenraum zu renovieren und die Orgel zu restaurieren.
Das moderne Prospekt wurde vom Dresdner Architekten Christian Möller entworfen. Dabei wurden die vorhandenen historischen Teile mit modernen Elementen kombiniert.
An den Kirchenwänden hängen die Gemälde der Superintendenten der vergangenen Jahrhunderte.
In den Sommermonaten ist der Haupteingang der Kirche tagsüber geöffnet, so dass man im Hauptportal eine Kopie der Leisniger Kastenordnung, ausführliche Erklärungen dazu sowie Wissenswertes zu Kirche und Gemeindeleben finden kann. Durch eine Gittertür ist der Blick in den Kirchenraum möglich.
Herzlich eingeladen sind Sie in die St. Matthäi Kirche zu den Gottesdiensten und den musikalischen Veranstaltungen. Mehr dazu im Internet unter www.kirche-leisnig.de.

Pfarrerin K. Schulze

 


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