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Ludwig Würkert (1800 - 1876)
Mitbegründer der Arbeiterbewegung
 
Bild von Ludwig Würkert

An der Westseite der Friedhofskapelle steht ein schlichter Stein, auf dem ein eiserner Eichenkranz liegt. "Ludwig Würkert 16.12.1800 - 10.01.1876" lautet die Inschrift und erinnert, wie ein Straßenname in Leisnig, an einen Sohn der Stadt.

Die Eltern, ehrbare Bürger der Stadt, ermöglichten dem Sohn eine gute Ausbildung. Nach dem Besuch der Fürstenschule Grimma studierte er an der Universität Leipzig Theologie. Nach kurzen Phasen als Hauslehrer in Ringethal und Hilfsgeistlicher in Grimma wirkte er als Geistlicher in Mittweida und wurde im Jahre 1843 Oberpfarrer in Zschopau. Es wird berichtet, dass er bei seiner Gemeinde durch sein Wissen und Können sowie seine volksnahe Verbundenheit hoch geachtet und anerkannt war.

Aus Liebe zur Freiheit und zu seinen Mitmenschen schloss Würkert sich der revolutionären Bewegung im Jahre 1848 an und wurde zu einem Hauptredner dieser Bewegung. Am 13. Mai 1849 hielt er in der überfüllten Zschopauer Kirche - ungeachtet der Warnungen und Aufforderungen zur Flucht - eine ambitionierte Predigt. Truppen hatten das Gotteshaus umstellt. Nach Verlassen der Kanzel wurde Würkert noch in der Kirche von einem preußischen Kommissar verhaftet und schließlich zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Fünf Jahre war er in Waldheim inhaftiert, der Rest der Strafe wurde ihm erlassen.

Mit ungebrochener Energie widmete er sich schriftstellerischer Tätigkeit und veröffentlichte insgesamt etwa 30 wissenschaftliche und geistliche Bücher.

Von 1861 bis 1868 war Würkert Wirt einer Gastwirtschaft in Leipzig und wirkte dort zugleich als Volkserzieher, der in diesem Hotel "de Sachse" regelmäßig Vorträge zu wissenschaftlichen Themen hielt.

Nach vierjähriger Tätigkeit als Prediger einer freireligiösen Gemeinde in Hanau kehrte er in seinen Geburtsort Leisnig zurück. Auch hier nahm er noch weiter an den geistigen und religiösen Auseinandersetzungen seiner Zeit teil. Wegen eines von ihm verfassten Ostergedichtes wurde er nochmals zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. Der 10. Januar 1876, der Tag, an dem er seine Strafe antreten sollte, war sein Todestag.

 


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