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Friedrich Olbricht (1888 - 1944)
Führender Kopf des 20. Juli 1944
 
Bild von Friedrich Olbricht

Seit 1941 war ein kleiner Kreis entschlossener Offiziere darum bemüht, Adolf Hitler durch ein Attentat zu beseitigen und Deutschland von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu befreien. Kopf der Verschwörung war der General der Infanterie Friedrich Olbricht. Bei ihm, dem Chef des Allgemeinen Heeresamtes im Oberkommando des Heeres, liefen alle Fäden zusammen. Er löste nach der Meldung von Hitlers angenommenen Tod, am 20. Juli 1944, den Alarmbefehl "Walküre" aus. Die Konsequenzen des Scheiterns nahm er bewusst auf sich: "Ich weiss," sagte er kurz vor seiner Erschießung, "dass wir alle frei von irgendwelchen persönlichen Motiven gehandelt haben und nur in einer schon verzweifelten Situation das Letzte gewagt haben - Deutschland vor dem völligen Untergang zu bewahren."

Am 4. Oktober 1888 wurde Friedrich Olbricht in Leisnig geboren. Der Vater unterrichteten hier schon als Lehrer an Leisniger Schulen. Vater Olbricht genoss in Leisnig hohes Ansehen und war allgemein beliebt. Friedrich Olbricht verfügte später ebenso wie sein Vater über die Eigenschaften Organisationstalent, Gerechtigkeitsgefühl, Bescheidenheit, Barmherzigkeit, erzieherisches Können und reiches Wissen.

Kurz nach der mündlichen Reifeprüfung trat Friedrich Olbricht 1907 als Fahnenjunker in das Königlich Sächsische 7. Infanterieregiment "König Georg" ein. Es gehörte zur Leipziger Garnison. Zu Kriegsbeginn 1914 war er Leutnant und Regimentsadjutant. Die Kaserne - heute unter Denkmalschutz stehend - trägt seit dem 20. Juli 1992 den Namen "General-Olbricht-Kaserne". Im Ersten Weltkrieg war er an der Westfront mit dem 7. Infanterieregiment im Einsatz. Später wurde er zum XIX. Armeekorps versetzt, wo er zum Hauptmann im Generalstab befördert wurde. Nach Kriegsende heiratete er Eva Emma Therese Koeppel. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder.

Die weitere militärische Laufbahn war geprägt durch den Einsatz in verschiedenen Stäben. 1933 wurde Friedrich Olbricht Chef des Stabes der 4. Infanteriedivision. Ab 1940 war er als Chef des Allgemeinen Heeresamtes in Berlin tätig. Wie eingangs erwähnt, war Olbricht zwischen 1941 und 1942 führend am Aufbau einer Widerstandsgruppe von Stabsoffizieren gegen Hitler beteiligt. Nach Scheitern des Versuches, die Gewaltherrschaft zu beenden, wurde er in der Nacht zum 21. Juli 1944 gemeinsam mit Oberst Stauffenberg, Adjutant Haeften und Oberst Mertz von Quirnheim in Berlin, Bendlerstraße, erschossen.

Leisnig gedenkt seines großen Sohnes durch eine Ehrentafel an seinem Geburtshaus in der Friedrich-Naumann-Straße 18. Der anliegende Platz wurde 1991 nach ihm benannt, so dass auch zukünftige Generationen sich mit dem Namen "Olbrichtplatz" seiner erinnern.

 


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