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Franciscus Nagler (1873 - 1957)
Kantor, Heimatdichter und -komponist
 
Bild von Franciscus Nagler

Als wahrhaft volkstümliche Persönlichkeit ist Franciscus Nagler durch sein umfangreiches künstlerisches Schaffen weit über Leisnig hinaus bekannt geworden.

Nagler kam am 22. Juli 1873 in Prausitz bei Riesa als Sohn eines Schulmeisters und Kantors zur Welt und verlebte seine Schülerjahre als Thomaner in Leipzig.

Nach Seminarstudien in Dresden war er drei Jahre Hilfslehrer in Trachau bei Dresden, besuchte 1897/98 das Konservatorium in Leipzig und erhielt seine erste Kantorenstelle in Limbach.

Von 1902 bis 1936 wirkte Nagler in Leisnig als Kantor und Kirchenmusikdirektor, zog nach Dresden und kehrte nach der Bombardierung 1945 wieder nach Leisnig zurück. Er wohnte in der Chemnitzer Straße und ist noch zahlreichen Leisnigern persönlich bekannt. Am 4. Juni 1957 starb er im Alter von 84 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Leisniger Friedhof.

Selbst Sänger, war Franciscus Nagler ein wirklicher "Kantor", außerdem Stimmbildner und Chordirigent. Er leitete den Männergesangverein "Liederkranz", den Frauenchor und den Sängerbund "Saxonia". Als Komponist schuf er viele Motetten, Kantaten sowie einige Oratorien, Singspiele, Klavierstücke und auch Operetten. Mit lebensbejahendem Sinn und heiterem Gemüt schuf er zahlreiche Frauen-, Männer- und Kinder-Chormusiken. Sein musikalisches Schaffen umfasst etwa 130 Werke. Seine kompositorische Begabung wurde durch schriftstellerisches Talent fruchtbar ergänzt. So schrieb er nicht nur die Texte zu einer Reihe von Liedern und Oratorien selbst, er wurde auch vor allem durch seine schlicht-dramatischen Kinderfestspiele und entzückenden Heimatidyllen weithin bekannt. Sein Wahlspruch war: Volkstümlich sein !

Von seinen Kinderfestspielen fanden "Mein Dörfchen", "Kleinstadtzauber" und "Wettstreit der Handwerker" größte Verbreitung. Sein erstes Büchlein "Dorfheimat" (1915) bringt Episoden aus Naglers Knabenzeit. "An der Stadtmauer" und "Das Lindenberger Tagebuch" atmen gemütvolle Kleinstadtpoesie und geben ein prächtiges Bild vom beschaulichen Leben vor allem im alten Leisnig. Sein Buch "Klingendes Land" ist eine wertvolle Bereicherung der heimatverbundenen sächsischen Musikgeschichte. Franciscus Nagler war Mitbegründer des Kulturbundes in Leisnig und Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbandes. Verdient hohe Ehrungen wurden der volkstümlichen Persönlichkeit zuteil, unter anderem überreichte Leisnig ihm den Ehrenbürgerbrief.

 


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