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Leisniger Kastenordnung
Leisniger Kastenordnung - das älteste Sozialpapier der Welt
 
Skizze Kastenordnung

Die Kastenordnung regelte die Verwaltung der Gelder, die die Gemeinde einnahm und in einem Kasten aufbewahrte. Dieser war mit vier Schlössern gesichert. Zur Verwaltung wurden zehn Vorsteher gewählt: zwei Adlige, zwei Ratsherren, drei Bürger und drei Bauern. Je einer der Vorsteher der vier Stände erhielt einen Schlüssel.

Die Kastenordnung wurde nach den Verbesserungsvorschlägen Luthers überarbeitet. Luther gefiel sie so gut, dass er sie mit einem Vorwort in Wittenberg zum Druck gab, "auf das sie eyn gemeyn exempel wurde, dem auch viele andere gemeynen nachfolgeten".

Die Einführung der Kastenordnung war allerdings mit Schwierigkeiten verbunden. Zwischen Kirche und Stadtrat gab es Streitigkeiten über die Verwendung der finanziellen Mittel. Erst bei der Kirchenvisitation, die 1529 unter Leitung von Justus Jonas, einem Freund Luthers, statt fand, konnte Einigung über Besoldung der Pfarrer, Küster und Lehrer erzielt werden. Hervorzuheben ist, dass in dieser Kastenordnung der Gedanke der obligatorischen Ahnenpflege und ein allgemeines Bettelverbot nachdrücklich vertreten werden.

Mit der Kastenordnung hat Leisnig einen eigenständigen Beitrag zu den sozialen Aspekten der Reformation geleistet.

Aus Anlass des 530. Geburtstages von Martin Luther wurde im November 2013, im Stadtgut Leisnig, Kirchstraße 15,die Dauerausstellung "LUTHER. LEISNIG. STADT. GUT." eröffnet.


D o k u m e n t:

 


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