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Peter Apian (1495 - 1552)
Hofmathematiker Karl V.
 
Bild von Peter Apian

Als Geburtsdatum von Peter Apian wird der 16. April 1495 angenommen. Manche nennen auch das Jahr 1501, doch dieser Streit wird nicht leicht zu klären sein, da die Kirchenbücher 1637 beim sogenannten Schwedenbrand verloren gingen. Unter dem Namen Peter Bennewitz wurde er in Leisnig geboren und getauft. Seine Vaterstadt hielt er stets in Ehren, hat sie als solche bei passender Gelegenheit in seinen wissenschaftlichen Werken beschrieben und sich zu seiner Heimatstadt bekannt.

Sein Vater Martin Bennewitz besaß ein Landgut im benachbarten Tautendorf, bewohnte aber als geachteter Schuhmacher mit seiner Familie ein Haus an der Westseite des Marktplatzes in Leisnig. Die Eltern ließen dem Sohn Peter und seinen drei Brüdern eine gute Erziehung angedeihen.

Seine erste Ausbildung hat Peter Bennewitz sicher in Leisnig erfahren (erstmals bezeugt wird ein Schulmeister in der Stadt im Jahre 1397). Später besuchte er die Lateinschule in Rochlitz und studierte danach in Leipzig. Der Wortlaut der Immatrikulation heißt: "Petro Pennewitz de Leysnick 1516". Mathematik und Astronomie waren offensichtlich seine bevorzugten Studienfächer. 1519 wechselte er zur Universität Wien, um sich auf die Gebiete Mathematik und Cosmographie zu spezialisieren. Bedeutend für Petrus Apianus, wie er sich inzwischen lateinisiert nannte, waren Kontakte zu Professor Georg Tannstetter und zu Johann Thurmayer, bekannt als Wissenschaftler und bayerischer Geschichtsschreiber Aventinus. Über Letztgenannten ist sicherlich auch die Orientierung auf die Universität Ingolstadt zu erklären.

Bevor Apian 1521 zur Zeit der Pest Wien verließ, hatte er 1520 die erste brauchbare Weltkarte geschaffen, die nahezu die wirkliche Gestalt und Gliederung der Erde einschließlich Amerikas aufzeigte. Weitere Arbeiten dieser ersten Schaffensperiode waren kartographische Einzelstücke, das herausragende Werk "Cosmographicus liber" und der Bau von Sonnenuhren.

Regensburg und Landshut wurden die bevorzugten Aufenthaltsorte von Apian. Zugunsten einer schnellen Umsetzung seiner Erkenntnisse gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Georg in Landshut eine eigene Druckerei. Dort lernte er seine spätere Gattin kennen, Katherina Mosner, die er 1527 ehelichte und mit der er 14 Kinder hatte.

Im Jahre 1527 erhielt Apian eine Professur für Mathematik an der Universität Ingolstadt und entwickelte eine vielseitige wissenschaftliche und praktische Gelehrtenarbeit, die sich in über 40 Werken dokumentiert. Stellvertretend seien hier genannt: "Rechenbuch aller Kaufmannsrechnungen" (1527), "Instrumenten-Buch" (1533) und das Hauptwerk "Astronomicum Caesareum" (1540).

Mehrere Autoren würdigen das Leben und Schaffen Peter Apians übereinstimmend positiv. Der erfolgreiche Wissenschaftler genoss eine hohe Anerkennung, als hervorragend gelten auch heute noch seine Entdeckungen, Darstellungen und Beschreibungen von Himmel und Erde, aber auch seine Berechnungen und Anleitungen über den Gebrauch sowie den Bau praktischer Instrumente und Apparate.

Ehrungen und Besitzstand erlangte Peter Apian während seiner Ingolstädter Periode, so erhielt er kaiserliche Druckprivilegien und die Erlaubnis zum Führen eines bürgerlichen Wappens (1535). Apians Hauptwerk, das "Astronomicum Caesareum", war Kaiser Karl V. gewidmet. Dieser hatte die Druckkosten übernommen, machte Apian ein Ehrengeschenk von 3.000 Goldgulden - eine enorme Summe und ernannte den fähigen Gelehrten zum Hofmathematiker. Kurze Zeit später, am 20. Juli 1541, folgte die Erhebung in den Reichsritterstand auf dem Reichstag in Regensburg - "Peter Bennewitz, genannt Apianus von Leisnig" wird im Adelsdiplom bezeugt. Seine Brüder Gregor, Nicolaus und Georg erhielten gleichzeitig diese Ehrungen und Vorrechte.

Die höchsten Würdigungen wurden Petrus Apianus zuteil durch die Verleihung des Titels eines lateranischen Pfalzgrafen 1541 seitens Kardinal Contarini und eines kaiserlichen Pfalzgrafen durch Kaiser Karl V. in Speyer 1544.

Es gibt eine - allerdings nicht eindeutig verbürgte - interessante Geschichte im Zusammenhang mit der Belagerung der Stadt Leisnig durch Truppen Kaiser Karls V. Die Wertschätzung des Kaisers für Apian verhinderte die Einäscherung und Zerstörung. Über den sagenhaften Hergang berichten Erzählungen, sogar in einem Theaterstück, " Petrus Apianus oder Achtung der Wissenschaft" von Fr. Kind, 1818 erstaufgeführt in Wien, ist das Ereignis thematisiert worden.

Mitten aus seinem schaffensreichen Leben starb Apian am 21. April 1552. Sein hochbegabter Sohn Philipp, von ihm erzogen und ausgebildet, übernahm sein Amt an der Universität Ingolstadt und führte es erfolgreich weiter.

Gedenktafel Geburtshaus Apian


Von besonderer Bedeutung war der Gelehrte Peter Apian als Wissenschaftler und talentierter Vermittler seiner Erkenntnisse für die praktische Nutzanwendung.

In Leisnig hielten die Bürger und die Stadtverwaltung stets ein ehrendes Gedenken an Peter Apian aufrecht. Das Wappen, die Gedenktafel am Geburtshaus Markt 13 und zahlreiche Benennungen künden davon.

So tragen eine Schule, ein Platz, ein Brunnen und ein Wäldchen den Namen des berühmten Sohnes der Stadt.




Gedenktafel am Geburtshaus Peter Apians (Markt 13)

 


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